Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt





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Der erste Sommerurlaub hat sich als nicht sehr leseergiebig erwiesen. (Meer und Zeichenblock waren ja auch da ...)

The Waves hab ich trotzdem fertig bekommen: ziemlich undefinierbar. Nicht wirkli8ch ein innnerer Monolog, aber schon "stream of consciousness". Anfangs sind die Handlungsstränge eher schwer zu verfolgen, aber nach einer Zeit hab ich dann verstanden, dass da sechs Leute abwechselnd mehr oder weniger mit sich selbst reden. Von der Kindheit bis ins Mittelalter der 6 Protagonisten. Viel Handlung gibt es nicht, aber sprachlich fand ich es sehr schön.

 

3.7.08 11:47


Spiel im Morgengrauen (Schnitzler - jetzt gehen mir seine Werke dann bald aus ... muss einkaufen gehn ...): Die erste Hälfte zieht sich - ein Offizier verliert im Glücksspiel viel Geld, weil er versuchen wollte, für einen verschuldeten ehemaligen Kameraden Geld aufzutreiben und stürzt sich damit selber in Schulden. Dann wird es interessanter - er versucht, das Geld aufzutreiben, und dazu geht er zu seinem Onkel ... im Endeffekt rächt sich dann eine ehemalige Geliebte an ihm. Gesellschaftskritik-Gesellschaftskritik-Gesellschaftskritik. An einer Gesellschaft, die schon lange Vergangenheit ist. Viel Darstellung des unsinnigen militärischen Ehrenkodex, der Décadence der vor dem Erlöschen flackernden K.u.K.-Monarchie, gemischt mit psychoanalytisch angehauchten Beobachtungen und faszinierender Charakterdarstellung. Ich find ihn immer wieder toll. Obwohl Spielsucht und das Militaär der Monarchie nicht unbedingt in meine lieblings-Themenkreise gehören konnte ich nicht mehr aufhören.

3.7.08 21:16


A.A.Milne - Winnie-the-Pooh. Ja, ich geb's zu, ich hab mir ein Kinderbuch gekauft. Aber er ist einfach toll. Und obwohl die Harry-Rohwolt-Übersetzung ziemlich gut ist, ist das Original besser. Aber das Harry-Rohwolt-Hörspiel ist unübertrefflich.

Schnitzler - Professor Bernhardi. Mitreißend. Ich kenn kaum ein anderes Theaterstück, das mich beim Lesen mitgerissen hat. Ein jüdischer Arzt verbietet einem Pfarrer, einem sterbenden Mädchen, das nicht weiß, dass es stirbt, die letzte Ölung zu verpassen, weil er meint, dass das Mädchen in der Euphorie, die sie gerade umfängt, wenigstens einen glücklichen Tod haben soll. Dafür kommt er dann ins Gefängnis. Klingt nicht sehr lustig, ist aber trotzdem eine Komödie - mit viel Ironie und yiddischem Witz und Gesellschaftskritik.

Bücher kaufen war ich auch: Schnitzler - Casanovas Heimfahrt, Frau Bertha Garlan, Anatol, anatols Größenwahn, Der grüne Kakadu; Oscar Wilde - Complete Fairytales; Milan Kundera - Die Identität; Fay Weldon - Mantrapping. 

9.7.08 11:42


Antoine de Saint-Excupéry - Le petit prince. Jaja, lacht mich aus, schon wieder ein Kinderbuch. An sich kannte ich es ja schon, aber zum Französich üben ... Sehr süß, am Ende sehr traurig, es geht um Freunschaft und darum, dass "les grandes personnes" manchmal echt keine Ahnung vom Leben haben. Am Ende wirklich furchtbar traurig ...
10.7.08 15:14


Schnitzler - Casanovas Heimfahrt. angeblich eine seiner besten Novellen. Angelehnt an die tatsächlicher Geschichte der, wie ich da erfahren habe, echten Figur Casanovas, ein bisschen eine Aufarbeitung seines eigenen Alterns. Sehr seltsame Geschichte: Der Frauenheld ist gerade vorm Altwerden, und findet, auf Besuch bei einem Freund (kurz bevor er in seine geliebte Heimatstadt Venedig zurückfahren darf), eine einzige Frau, die ihn nicht begehrt, und den Sex mit ihr erschleicht er sich hinterrücks, indem er ihren Liebhaber besticht. Und die ganze Zeit werden parallel Episoden aus seinem Leben erzählt. Das ganze spielt im ausgehenden 18. Jahrhundert.

 

Neues multimediales Projekt: Anthony Burgess - A Clockwork Orange.

13.7.08 17:52


Multimediales Projekt wurde auf Filmschauen gekürzt. Und bis dahin wird es noch dauern ... Das Buch halt ich im Kopf nicht aus: ein Drittel aller Wörter entstammen einer Phantasiesprache, die Burgess erfunden hat, und bis jetzt (ca. Seite 20) gab es nur eine Beschreibung einer Prügelei aus erster Person des Angreifenden. Bäh.

Viel netter: Oscar Wilde's Fairy Tales.

14.7.08 21:53


Die Wilde Fairy Tales waren wohl doch nicht immer nett, aber sehr schön zu lesen. Teilweise wirklich grausliche Geschichten, aber immer mit Ironie und eben in jeder Tragödie noch ein bisschen Witz. Die Sprache ist sehr gewöhnungsbedürftig - Syntax und Vokabular erinnern nur teilweise an modernes Englisch, und viele Wörter werden ganz anders gebraucht als heute.
15.7.08 17:09


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